Klimawandel-Wasser-Workshops!

 

Ende Juni wurden im Bundes-Oberstufenrealgymnasium BORG Krems und der Neuen Mittelschule NMS Horn zum Themenbereich „Klimawandel und Wasser“ Workshops abgehalten. Fachlich begleitet und organisiert wurde die Veranstaltung durch die Energieagentur der Regionen.

Ziel: Mit der Aktion sollten Klimaschutz und Klimawandelanpassung mit Fokus auf das Thema Wasser an die SchülerInnen transportiert, sowie Verständnis und Aktionsgeist geweckt werden.
Die Aktion sollte:

  • die Wichtigkeit von Klimaschutz und Klimaanpassung auf eine Art begreiflich machen, die ALLE erreicht, weil sie unter die Haut geht und nicht im Gehirn verebbt,
  • zugleich diese notwendige positive Stimmung transportieren, um gemeinsam die Chancen für den Klimaschutz und die Klimaanpassung zu erkennen und zu nutzen,
  • das überwältigende Bild vom guten Leben mit gutem Wasser für ALLE vermitteln

Nach der kurzen Vorstellung brachten die beiden ReferentInnen kompakten Input auf fachlicher und persönlich-menschlicher Ebene in sehr bildlicher, verständlicher Form – über Grafiken, Fotos, Videos. Dabei konzentrierte sich Christine Rottenbacher vor allem auf den Zusammenhang von Wasser und Landschaft. Otmar Schlager ging auf allgemeine Aspekte des Klimawandels und Klimaschutzes (Konsum, Energienutzung, …) sowie im speziellen auf die Anpassung unseres Lebens an den Klimawandel ein.

Die SchülerInnen nutzten dann die Gelegenheit zu Fragen und auch kritischen bzw. skeptischen Anmerkungen zu den präsentierten Inhalten sowie zum Thema generell. Diese wurden in gemeinsamer Runde besprochen. Danach geschah eine Aufteilung der ca. 45 SchülerInnen in 7 Gruppen. Jede arbeitete an einer der 7 zu vergebenden Rollen, die alle mit Wasser zu tun hatten und wählte dann eine/n, der/die die Rolle danach spielen sollte. Die nach einem Zufallsprinzip ausgewählten Rollen lauteten:  See, Eiszapfen, Dampfmaschine, Wasserfloh, Wasserfall, Quelle, Bach.

In Horn wurden dazu ergänzend noch die Rollen der Bürgermeisterin und des Leiters vom Wasserwerk vergeben. Die 9 Aktiven nahmen rund um einen Tisch Platz, alle anderen gruppierten sich drum herum als Zuhörende und Zuschauende. Von der Spielleitung erhielten sie dann eine Spielsituation als Aufgabe:  “Die Stadt Horn soll die Sommer-Olympiade ausrichten. Das freut grundsätzlich die lokale Politik, aber zugleich nicht alle der anderen Rollen. Außerdem gibt es zwei Herausforderungen: Erstens gibt es Probleme mit den Wassermengen und der Wasserqualität im Wasserwerk. Zweitens wurde durch ein Versehen auch der Eishockey-Verband eingeladen. Und nun erwarten die angereisten Mannschaften auch passende Eisflächen… Das Gespräch zwischen den Rollen kam mehr und mehr in Schwung, auch wenn die Spielleitung immer wieder intervenieren musste – mit Informationen, Motivation und Ähnlichem.

In Krems wurden dazu eränzend noch die Rollen der KEM-Managerin und des Baudirektors vergeben. Ähnlich wie in Horn gab es auch hier aktiv Teilnehmende und Gruppen von Zuschauenden. Hier lautete die Aufgabe der Spielleitung folgendermaßen: “Die Stadt Krems plant die Einrichtung von Kühloasen im Stadtgebiet, da immer mehr Menschen aufgrund von Hitze kollabieren und etliche auch schon starben.” Der Umstand, dass der Unterricht draußen bei 39°C abgehalten wurde und die schattigen Flächen immer kleiner wurden, unterstrich die Problematik des Klimawandels und dieser Aufgabenstellung. Danach gab es noch eine abschließende Gesprächsrunde mit den SchülerInnen und den auch anwesenden PäddagogInnen, in denen Inhalt und Ablauf des Rollenspiels ebenso wie einige Fragen zum Klimawandel, den Ursachen, Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten zur Sprache kamen.

Insgesamt änderte sich das anfänglich vorherrschende Bild von demonstrativer Zurückhaltung in großteils Interesse und auch eine Reihe konstruktiver Beiträge. Allen Anwesenden ist angesichts der hohen Temperaturen an diesen Tagen auch Respekt für ihr langes aktives Dabeisein zu zollen.

 

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