Welche Aufgaben hat der Wald? Wie bewirtschaften und durchforsten wir ihn? Welche Holzarten gibt es bei uns?
Diese und viele andere Fragen wurden am Samstag, den 10. August 2019, während einer Waldwanderung in Göpfritz an der Wild erläutert.

Referent L. Ledwinka hat die TeilnehmerInnen mit viel Fachwissen und Erfahrung durch den Wald, die „Wild“, geführt. Es ging um die Baumarten mit Problemen – vor allem Fichte und Kiefer – aber auch um die Douglasie. Zugleich war sichtbar, dass in der Wild sehr unterschiedliche Situationen herrschen. An manchen Standorten mit erkennbarerer Bodenfeuchte haben diese Baumarten noch deutlich weniger Probleme. Ein Teilnehmer zeigte ein Waldstück, das er selbst besaß und betreute. Dort gibt es dank Naturverjüngung und Mischwald, mit geringfügigen Ergänzungen durch gesetzte Bäume, eine deutlich bessere Situation, als in den umliegenden Waldstücken. Es wurden auch Wiesenstücke und deren Entwicklung seit dem Ende der Pflege besprochen. Dort hat die Artenvielfalt der Pflanzen aber auch der Insekten ohne Pflege (Mahd) stark abgenommen. Hier drängen aufkommende, konkurrenzstarke Pflanzen andere Pflanzen zurück – dadurch kommt es nicht nur zu Biodiversitätsverlust in der Pflanzen-, sondern auch in der Tierwelt. Die gleiche Wirkung hat eine zu häufige Mahd, wo sowohl Lebensraum, Rückzugsort, Brutplatz als auch Nahrungsgrundlage Insekten und Tieren genommen wird. Empfehlenswert sei daher eine 1-3malige Mahd pro Jahr.

Die fast drei Stunden der Wanderung waren bestens investierte Zeit. Der zeitweilige Regen hat die Teilnehmenden im Wald nicht wirklich gestört.  Die Wälder um uns herum sind von großer Bedeutung für unser gutes Leben. Deshalb sollten sich alle die Zeit nehmen, um den Wald – den Namensgeber unserer Region, der der unsere gute Luft gewährleistet – besser zu verstehen. Denn nur gemeinsam sind Herausforderungen, die diesen wichtigen Lebensraum gefährden, und dadurch entstehende, zukünftige Auswirkungen zu meistern.

Waldwanderung in Göpfritz an der Wild